Omega-3-Fettsäuren in der Schwangerschaft



Hört man von Omega-3-Fettsäuren, denkt man wahrscheinlich zuerst einmal an Fisch. Richtig ist, dass das wertvolle Fett vor allem in fettem Seefisch wie Lachs, Makrele oder Hering enthalten ist. Den besonderen Stellenwert haben sie vor allem ihrer positiven Wirkungen im Organismus zu verdanken. Als Membranbestanteile und Vorläufer wichtiger biologisch aktiver Substanzen, sind sie für den Menschen essentiell. Wer keinen Fisch essen mag, kann auch zu pflanzlichen Alternativen greifen. In Leinöl, Walnüssen oder Chiasamen sind die Fettsäuren ebenfalls enthalten. Auch Raps-Öl kann besonders beim Kochen und Braten mit gutem Gewissen verwendet werden.

 

 

 

Für was benötigt der Körper Omega-3-Fettsäuren?

 

Omega-3-Fettsäuren und insbesondere die Docosahexaensäure (DHA) sind wichtige Bestandteile von Zellmembranen und unerlässlich für eine gesunde Entwicklung des Gehirns und der Netzhaut deines Kindes. Vor allem in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft nimmt das Wachstum rasant zu. Für die Ausbildung der motorischen, neurologischen und visuellen Entwicklung ist eine ausreichende Menge DHA daher essentiell. Ein Mangel an den essentiellen Fettsäuren kann neusten Studien zufolge auch das Risiko einer Frühgeburt erhöhen.

 

 

 

Omega-3-reiche Lebensmittel sind beispielsweise:

 

Hohe Gehalte:

o Leinöl

o Walnüsse

o Chiasamen

 

Mittlere Gehalte :

o Rapsöl

o Sojaöl

 

 

 

Wie viele Omega-3-Fettsäuren muss ich zu mir nehmen?

 

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, kurz DGE, empfiehlt, die tägliche Fettzufuhr auf 30% der gesamten Tagesenergiezufuhr zu beschränken. Omega-3 Fettsäuren sollen dabei nur 0,5% der Gesamtenergie ausmachen. Das klingt zwar nicht viel, wird aber trotzdem nicht immer erreicht. Vor allem für Vegetarier und Veganer, die keinen Fisch essen, kann es schwierig werden. Schwangeren, die nicht regelmäßig zu Lachs und Co. greifen, wird deshalb empfohlen, täglich 200 mg DHA zu supplementieren. Einige pflanzliche Lebensmittel enthalten zwar Omega-3 Fettsäuren, die Umwandlungsrate in die eigentlich notwendige DHA ist jedoch sehr gering. Die kleinen Kapseln enthalten entweder Öl aus Fisch oder Krill, es gibt mittlerweile aber auch Präparate aus marinen Mikroalgen.

 

 

 



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